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Insekten als nachhaltiges Lebensmittel

Vorteile von Heuschrecken

Je kleiner die Lebensform, desto weniger Anbaufläche benötigt sie. Schweine benötigen weniger Land als Kühe, Hühner benötigen weniger als Schweine. Aufgrund ihrer kleineren Grösse benötigen Heuschrecken deutlich weniger Anbaufläche als herkömmliche Nutztiere zur Deckung des Proteinbedarfs. Für das Herstellen von 1 kg Protein aus Rindfleisch werden durchschnittlich 30‘000 Liter Wasser gebraucht, für 1 kg Heuschreckenprotein sind es gerade einmal ca. 15 Liter. Vergleichbar sieht es mit dem Nahrungsverbrauch und der benötigten Nutzfläche aus. Da die Heuschrecken auf sehr engem Raum in Schwärmen gezüchtet werden können, besteht der Hauptteil der benötigten Nutzfläche aus der Anbaufläche der Nahrung. Dazu kommt, dass ein Grossteil des pflanzlichen Proteinbedarfs durch Agrarabfälle gedeckt werden kann.

 

Bezüglich der Zucht bieten Heuschrecken weitere Vorteile. Heuschrecken weisen auch in der Natur ein Schwarmverhalten auf, weshalb sie natürlich und nachhaltig in grösseren Mengen gehalten werden können, ohne die Lebensweise der Tiere zu beeinträchtigen. Neben der Eigenschaft für Intensiv-Farming sind sie effizienter in der Züchtung und weniger anfällig für Krankheiten als andere Insekten (Quelle: FoodBytes). Sie weisen einen sehr neutralen Geruch und Geschmack auf. Grillen (Crickets) haben hingegen einen auffälligen Eigengeschmack und sind nicht gut für intensives Farming geeignet. Viele Grillenarten sind Einzelgänger und deshalb für Massenhaltung ungeeignet.

 

Auch bei den umweltrelevanten Themen schneiden Heuschrecken besser ab als Fleisch Produkte. Im Vergleich verursacht die Produktion von Heuschreckenprotein 160-mal weniger CO2. Ausserdem produzieren die meisten Insektenarten, mit wenigen Ausnahmen, wie z.B. Termiten, kein Methangas, welches einen grossen Teil zur Klimaerwärmung beiträgt. Auch die Produktion von Ammonium (NH3) fällt deutlich geringer aus. Ammonium führt zur Übersäuerung von Böden, was die Landwirtschaft langzeitig beeinträchtigt. Im Vergleich zu Grillen produziert die Produktion von Heuschreckenprotein mehr CO2, dafür jedoch weniger Ammonium.

 

Heuschrecken bieten ein sehr ausgewogenes Ernährungs-Profil, mit Omega-3, Omega-6, Eisen, Zink und allen essenziellen Amino-Säuren. Dadurch weisen sie bessere Nährwerte auf als herkömmliche Fleischprodukte. Da sie sehr geschmacksneutral sind, können sie ideal als Pulverform für Proteinpulver oder mit Brot, Joghurt oder Snacks kombiniert werden.
Die folgende Grafik veranschaulicht die gesunde und ausgewogene Zusammensetzung von Heuschrecken. Getrocknet weisen Heuschrecken einen Proteingehalt von ca. 70% aus.